Psychotherapeuten behandeln Menschen bei psychischen Leidenszuständen und in seelischen Konflikt- und Krisensituationen.
Die Berufsbezeichnung „Psychotherapeutin, Psychotherapeut“ ist gesetzlich geschützt.

In Österreich ist Psychotherapeutin seit 1990 ein eigenständiger und wissenschaftlicher Heilberuf.
Der Beruf der Psychotherapeutin/Psychotherapeut ist immer eine sekundäre Ausbildung und kann auf verschiedenen Quellenberufen aufbauen. (z. Bsp.: PsychologIn, PädagogIn, Diplomkrankenpfleger/-schwester…..)

Die psychotherapeutische Ausbildung dauert im Durchschnitt 7 Jahre (Propädeutikum und Fachspezifikum) und ist im Psychotherapiegesetz streng geregelt. Das Propädeutikum hat in der Regel einen Umfang von mindestens 1000 Stunden.

Die Ausbildung zum Verhaltenstherapeuten umfasst mindestens 2400 Stunden.
Der theoretische Teil umfasst 1300 Stunden und der praktische Teil 1100.

Was bedeutet in Ausbildung unter Supervision?
Am Ende ihrer Ausbildung dürfen Psychotherapeuten den Titel „in Ausbildung unter Supervision“ führen.
Diese Statusbezeichnung berechtigt zur eigenständigen psychotherapeutischen Tätigkeit in privater Praxis oder in einer Einrichtung. Bis zum Abschluss der praktischen Ausbildung nehmen TherapeutInnen engmaschige Supervision in Anspruch.

Was bedeutet Supervision? Die Supervision findet bei einem erfahrenen Lehrtherapeuten des jeweiligen Ausbildungsträgers statt. Dabei werden Inhalte der selbständigen therapeutischen Arbeit in anonymer Form regelmäßig mit LehrtherapeutInnen besprochen.
Die Supervision unterstützt die praxisorientierte Ausbildung und stellt auch eine wertvolle Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle dar.

Die Sigmund Freud-Universität in Wien beschreibt die Leistung von Therapeuten in Ausbildung unter Supervision mit folgenden Worten: „Eine Aufrechterhaltung der psychotherapeutischen Versorgung in Österreich ist ohne die Leistungen dieser qualifizierten und oftmals außerordentlich engagierten PsychotherapeutInnen in Ausbildung unter Supervision nicht vorstellbar.

Viele PsychotherapeutInnen nehmen noch Jahre nach ihrer Eintragung beim Bundesministerium Supervision in Anspruch, da dies ein wichtigen Qualitätsmerkmal der Behandlung darstellt.“